Effi Briest
Kurzbeschreibung
Als jungverheiratete Frau hat Effi Briest eine kopflose Affäre mit dem gutaussehenden Offizier und Frauenheld Crampas. Jahre später entdeckt ihr Ehemann Instetten Briefe und fordert Crampas zum Duell. »Effi Briest« ist Fontanes berühmtester Roman. Thomas Mann zählte ihn zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur.
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Meinung:
Der Anfang des Buches ist sehr tragend und lässt sich sehr langsam lesen, das ich sehr wenig Interesse hatte weiterzulesen. Jedoch nachdem Effi heiraret und mit Instetten anfängt zu Leben, fängt
die Geschichte an spannender zu werden. Man ahnt als Leser, das zwischen der wilden Effi und dem Schürzenjäger Crampas etwas stattfinden wird. Immer mehr ist Effi unglücklich in ihrer Beziehung
zu Instetten und sucht Leidenschaft. Diese Leidenschaft und Zuneigung breitet Crampas vor ihr aus. Er macht Effi den Hof und zeigt ihr die Aufmerksamkeit nach dem sie sich sehnt. Während
ihrer Affäre mit Crampas bereut sie es nicht, mit ihm zusammen zu sein. An einer Stelle des Buches sagt sie:" [...]ich habe die Schuld auf meiner Seele, aber lastet sie?Nein. Und das ist
es, warum ich vor mir selbst erschrecke[...]".
Nach einiger Zeit aber, fängt ihre Untreue an sie zu belasten und sie flieht förmlich nach Berlin, wo sie 6 Jahre lang in voller Ruhe und als perfekte Ehefrau mit Instetten und ihrer
Tochter lebt. Auffallend hier ist, das Effi nun durch die Reue die sie gegenüber Instetten empfindet, ihn in einem ganz anderen Licht sieht. Als sie die Affäre mit Crampas begann, fühlte sie eine
gewisse Abneigung gegenüber ihm. Da sie ihn als "Erzieher" (nach Crampas Worten beeinflusst) sah und sich neben ihm immer untergeordnet vorkam, -nicht mehr frei fühlte. Durch die Trennung von
Crampas wird Instetten, nun wieder die einzige respektable Person für sie. Der gütige und treuherzige Mann, der sich so aufopfert für seine Familie. Immer wieder sagt sie das sie nicht gut genug
für ihn ist. Ihre Untreue und die Angst das es eines Tages doch rausgefunden werden könne, verfolgen sie immer.
Es kommt auch dazu. Instetten findet die Briefe und handelt wie es die Moral der Gesellschaft von ihm erwartet. Effi wird von ihrer Familie verstoßen, Crampas stirbt im Duell
die Ehre ist hergestellt. Jedoch im Laufe der Jahre so weiß auch Instetten, das er mit seiner damaligen Handlung nicht glücklich geworden ist. Und lässt sich trotzdem durch die damaligen Moral
und Anstandsvorstellungen bis zum Ende leiten, denn er ist zu Stolz um es sich ganz und gar einzugestehn.
Effi ist ein verwöhntes und wildes Mädchen. Sie ist Aufmerksamkeit gewöhnt und sticht mit ihrer Schönheit hervor, was ihr auch selber bewusst ist. Jedoch führt die Ehe dazu das sie von einem Tag
auf den anderen zu einer Frau reifen muss und ich finde damit kommt sie in der ganzen Sache nicht klar. Die so frei erzogene und ungestüme Effi findet sich in einer einsamen kleinen Stadt wieder.
Keine Freunde und die Zuneigung die ihr Instetten entgegen bringt ist zu wenig.
Er liebt sie jedoch zu still und berechenbar.
Instetten behandelt sie zu sehr wie ein Kind und zeigt auch das er sie nicht als eine junge Frau, sondern noch als ein Mädchen sieht. Außerdem ist immer das begleitende Bild von ihm als
sog. "Erzieher" dabei, er formt und biegt Effi so wie er sie gern haben will. (Manchmal gar zu direkt, z.B. die Aussage als er Effi sagt das sie keine Festigkeit besitze)
Er selbst ist sehr an die Gesellschaft gebunden, wie sehr er auch den Eindruck erwecken will anders zu sein. Das Duell mit Crampas unterstreicht es. Sein Stolz lässt ihn vereinsamen. Zu
sehr affektiert von Anfang an sein Endziel zuerreichen, geht er auf die Bedürfnisse Effis und seinen eigenen Bedenken über ihr Verhalten nicht weiter ein und in diesem Punkt
verliert er auch Effi.
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